Alle Hallen der SMDK sind demontiert. Die Wiederauffüllung ist im Gange.

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Jahresberichte

Redaktion SMDK Sondermüllldeponie Kölliken
01.06.2015

Jahresbericht 2014

Das Ende des wohl grössten vollständigen Rückbaus einer Sonderabfalldeponie in Europa ist absehbar geworden. Im Berichtsjahr 2014 sind etwas mehr als 112 000 t Abfall ausgehoben und entsorgt worden. Ein Aufwand von rund 82 Mio. CHF in der Jahresrechnung 2014 zeugt ebenfalls vom zügigen Fortschreiten der Sanierungsarbeiten. Die seit bald zwei Jahren ständig sinkenden Kostenprognosen zeigen auf, dass mit den hohen erzielten Leistungen auch Effizienzsteigerungen einhergehen, welche sich nun positiv auswirken. Auch 2014 konnte praktisch an jedem Werktag mit durchschnittlichen Tagesleistungen „produziert“ werden, welche immer noch etwa 25% über dem vertraglichen Soll lagen, obwohl für die untersten und damit ältesten Bereiche der Deponie mit schwierigeren Verhältnissen gerechnet werden musste. Je weiter sich der Rückbau nun in die Tiefe, also zur ehemaligen Deponiesohle vortastet, desto schlechter ist der Zustand der aufgefundenen Gebinde tatsächlich. Einerseits liegt dies an den hydrochemischen Verhältnissen an der Deponiebasis, andererseits auch an der nun bereits über Jahre andauernden Befahrung der Deponie mit schwerem Gerät.

Im Rahmen der laufenden Planung der Wiederauffüll- und Nachsorgephase wurden im Bereich der Sohle grosse Anstrengungen unternommen, um deren Sanierungsbedarf und mögliche Sanierungsmethoden besser abschätzen zu können. Insbesondere für diejenigen Bereiche, welche mit konventionellem Aushub nicht saniert werden können (südlicher Randbereich der Deponie, unterhalb von Gebäuden und im Bereich tiefer als 5m unter der Deponiesohle), müssen zwangsläufig sogenannte „in-situ“-Verfahren geprüft werden, um die Sanierung erfolgreich abschliessen zu können. Im Laufe des kommenden Jahres werden weitreichende Entscheidungen über den Sanierungsumfang im Untergrund der leeren Deponie zu treffen sein. Die Entscheidungskriterien dafür sind nun weitgehend erarbeitet und werden ab Herbst 2015 erstmals zur Anwendung kommen.


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