Prähistorische Holzfunde
Beim Bau der Drainage Nord stiess man nordöstlich der Deponie in 4 m Tiefe auf eine Linse aus lössartigem Gehängelehm, welche zahlreiche guterhaltene Holfragmente und Rottannenzapfen enthielt. Die sandig-siltigen Lehmschichten in Kölliken liegen auf Moränen der risseiszeitlichen Ablagerungen.
Bei den vorgefundenen Holzstücken (Teile von Stämmen, Ästen und Wurzeln) handelt es sich um Fichten der Art Picea abies. Die Jahrringe deuten auf ungünstige Wachstumsbedingungen und die gerundeten Kanten auf Transport im Wasser (Uferbereich) hin.
Es handelt sich offenbar um Fichtenholz aus einem Interstadial (Warmphase) entweder am Ende der vorletzten Eiszeit (ca. 150'000 Jahre oder zu Beginn der letzten Eiszeit (60-80'000 Jahre).
Die Vergrösserungen im Elektronenerastermikroskop zeigen wie erstaunlich gut nach tausenden von Jahren alle Zellen bis ins Detail erhalten geblieben sind.