Stand Mitte April 2017: 
Bereits über 100 000 To aufgefüllt
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Auffüllen und Rekultivierung

Info-Bulletin Nr. 47

Nach der Sanierung des Grubenbodens und der Grubenwände und der Genehmigung des Wirkungsnachweises wird die Grube mit sauberem Aushub- und Ausbruchmaterials aus der Region aufgefüllt. Gemäss Vorgabe des genehmigten Sanierungsprojektes wird die ursprüngliche Geländeform (vor Beginn des Tonabbaus) wiederhergestellt.

Erste Auffülletappe
Während der Vorbereitung und in der ersten Phase der Auffüllung im Jahr 2017 finden alle Arbeiten noch im Schutz der Hallen statt.
Die Grube wird in der ersten Etappe so weit aufgefüllt, dass ein ebenes, festes Planum für den Rückbau der Hallen mit schwerem Gerät entsteht. Zudem wird der offenliegende Fels mit dieser ersten Materialschüttung vollständig abgedeckt, sodass eine Geruchssperre entsteht, welche bei der nachfolgenden Öffnung der Hallen lästige Gerüche in der Umgebung aktiv verhindern soll.
Das Füllmaterial stammt aus dem ausgebrochenen Gestein des Eppenbergtunnels, der in der Zeit von 2015 bis 2020 zwischen Aarau und Olten gebaut wird (siehe auch Seite 5). Wegen fehlenden Transportkapazitäten auf der Schiene kann das Material nicht per Bahn antransportiert werden.
Parallel zum Verlauf des Materialeinbaus können sukzessive die Felsankerungen, welche die steile Böschung im Norden stabilisieren, entlastet werden.

Hallenrückbau
Im Winter 2017/18 wird die Demontage der Hallen gestartet. Nach dem Abbau der Hallendächer mit den bekannten Bogentragwerken werden auch die Hallenwände, die Bodenplatte und der darunterliegende Wasserkeller abgebrochen. Bis Mitte 2019 wird die gesamte Hallenkonstruktion entfernt sein. Damit endet das Projekt Gesamtsanierung SMDK rund 15 Jahre nach Erteilung der Baubewilligung.

Zweite Auffülletappe (Restauffüllung)
Nach dem vollständigen Abbruch aller Infrastrukturen wird das Areal zur Stabilisierung der Nordböschung gegen die Hofstrasse hin möglichst rasch mit sauberem Aushubmaterial aus der Region vollends aufgefüllt. Nach dieser Restauffüllung wird das Areal sorgfältig humusiert und rekultiviert. So wird anstelle der ehemaligen Deponie wieder gutes Landwirtschaftsland entstehen.

Nachsorgephase
Die Restauffüllung – bestimmt durch bereits lange bestehende Auflagen aus der Zeit des Tonabbaus und des Deponieprojektes aus dem Jahr 1977 – gehört bereits in die so genannte
Nachsorgephase.
Der Begriff der Nachsorge schliesst ein, dass die wichtigsten Sicherungssysteme der SMDK wie die Abschirmung Süd, die Abwasser- und Abluftbehandlungsanlage (SWALBA) sowie das Grundwasser-Monitoring der SMDK so lange in Betrieb bleiben, bis nachgewiesen ist, dass keine umweltrelevanten Schadstoffmengen aus dem Felsuntergrund mehr ins nutzbare Grundwasser gelangen können.
Das Sanierungsziel ist erst erreicht, wenn in sämtlichen Brunnen der Abschirmung Süd alle gesetzlichen Grenzwerte für das Grundwasser langfristig eingehalten werden.