2000 Interessierte in der Halle
am Besuchstag vom 29.10.2016
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Überblick über Gesamtsanierung (2000-2020)

Im März 1992 erliess das Baudepartement des Kantons Aargau die Verfügung, "die Sondermülldeponie sei durch geeignete Massnahmen gesamthaft und langfristig zu sanieren."
Mit dem Bau von Sicherungsmassnahmen wurden seither die Grundlagen für eine Gesamtsanierung der Deponie (Rückbau des Deponiekörpers) geschaffen.

Projektierungsphase

Nach der Durchführung eines internationalen Ideenwettbewerbes (2000) wurden vier unabhängige Projektstudien und anschliessend bis Ende 2001 ein Vorprojekt ausgearbeitet.

Ende November 2001 erliess die Abteilung Umweltschutz (AUS, heute AFU) des Baudepartements des Kantons Aargau die "Verfügung zur Erarbeitung eines Projektes zur Gesamtsanierung der Sondermülldeponie Kölliken gemäss Art. 15, 16 und 17 der Altlastenverordnung".

Daraufhin liess das Konsortium ein Sanierungsprojekt (gemäss AltlV Art. 17) und ein Eingabeprojekt (Bauprojekt) ausarbeiten. Das  Sanierungsprojekt wurde am 14. Februar 2003 der Abteilung für Umwelt (AFU)des Kantons Aargau das zur Prüfung eingereicht. Diese erliess am 13. Juni 2003 die Sanierungsverfügung gemäss AltlV Art. 18. Sie umfasst 81 Seiten und beinhaltet 12 Auflagen und 142 Hinweise.
Am 30. September 2003 wurde dem Gemeinderat Kölliken termingerecht das Eingabeprojekt (Bauprojekt) eingereicht. Das Eingabeprojekt umfasst 1800 Seiten Text und 230 Pläne. Es ist aufgeteilt in 17 Dossiers und lag bis zum 15. Dezember 2003 öffentlich auf. Am 9. Juli 2004 erteilte der Gemeinderat Kölliken die Baubewilligung.

Bauphase

Die Bauarbeiten für die Infrastruktureinrichtungen (Zufahrtsstrasse Ost, InfoPavillon, Verlegung Safenwilerstrasse, Hallenbau) wurden im Februar 2005 aufgenommen. Der Rückbaubeginn der Deponie erfolgte am 1. November 2007.

Ende Oktober 2009 konnte die erste Rückbau-Etappe (Bereich der Manipulationshalle) abgeschlossen werden. Ab November 2009 wurden im beräumten Bereich die für die zweite Rückbau-Etappe notwendigen Infrastrukturanlagen gebaut und installiert.

Die Rückbauarbeiten wurden am 23. März 2011 mit dem Entfernen der Zwischenabdeckung auf dem Deponiekörper wieder aufgenommen. Gestartet wurde mit zwei Testphasen (Vorphase sowie Versuchsphase) mit reduzierter Rückbauleistung, deren Hauptzweck das Testen sämtlicher neuer Prozesse und Einrichtungen darstellt. Anschliessend wurde mit einer Soll-Rückbauleistung von durchschnittlich etwa 400t pro Tag bis Mitte 2015 der Inhalt der Grube komplett entfernt. Insgesamt wurden 512 265 to Deponiematerial ausgehoben, analysiert und einer umweltkonformen Entsorgung zugeführt.

Mitte November 2015 begann der Aushub der kontaminierten Grubensohle. Diese Arbeiten sollen im Frühjahr 2016 abgeschlossen sein. Der gesamte Ablauf der Bauphase kann dem Terminplan entnommen werden.