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Überblick über Sicherungsmassnahmen 1992 - 2003

Nach der auf behördliche Weisung erfolgten Schliessung der Sondermülldeponie im April 1985 wurde zum Schutz der Anwohner zuallerst der Austritt von schädlichen Gasen und Staub aus dem Deponieareal unterbunden. Dafür wurde eine mehrschichte Oberflächen- und Seitenabdichtung realisiert, sowie ein Gasfassungssystem mit dazugehöriger Verbrennungsanlage gebaut. Das belastete, übel riechende Sickerwasser wurde in geschlossenen Schächten und Tanks gesammelt und in geeignete, externe Kläranlagen abgeführt.

In den Jahren 1985-1987 wurden zahlreiche Untersuchungs- und Expertenberichte erstellt. Das immer dichter gewordene Netz von Beobachtungsbohrungen liessen eine langsam im Felsuntergrund fortschreitende Verschmutzungsfahne feststellen; diese hat zwar bis heute die Qualität des genutzten Grundwassers in der unterhalb der Deponie gelegenen Talfüllung aus Schottern, Sanden und Silten nicht zu beeinträchtigen vermocht. Sie stellte dennoch eine latente Gefahr für das Trinkwasser der Region Suhrental dar.

Bereits 1992 setzte deshalb die kantonale Umweltbehörde Schutzziele für das im Abstrom der Deponie zirkulierende Grundwasser fest und verfügte die Sanierung der Deponie. Da zu diesem Zeitpunkt mangels technischer Erfahrung nicht an eine Gesamtsanierung mittels Dekontamination zu denken war, wurde in den folgenden Jahren vom Konsortium im Einvernehmen mit den kantonalen und kommunalen Aufsichtsbehörden mit Nachdruck an der Sicherung der Deponie, d.h. der Abschirmung der Biosphäre von der Schadstoffquelle gearbeitet.

Es wurden folgende Sicherungsmassnahmen realisiert:

1. Bau einer eigenen, kombinierten Schmutzwasser- und Abluftbehandlungsanlage

2. Bau einer Interventionsbrunnenreihe im Grundwasserträger im Abstrombereich der Deponie

3. Bau einer (Sauberwasser-)Hangdrainage nördlich der Deponie

4. Bau deiner Drainagewand zur Fassung des kontaminierten Grundwassers im Süden der Deponie (mit Seitenflügeln im Osten und Westen)

Mit diesen Massnahmen ist der Deponiekörper seitlich und nach oben einwandfrei gesichert; die Abgänge werden umweltfreundlich entsorgt. Das Restrisiko liegt in der geringen Wahrscheinlichkeit, dass Schadstoffe die Abschirmungen unterwandern und nach vielen Jahren doch noch im genutzten Grundwasser auftreten. Dieses Problem lässt sich nur durch Beseitigung der Schadstoffquelle, d.h. den umweltgerechten Rückbau der Deponie lösen.

Gesamtsanierung