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Kosten

Die Sondermülldeponie Kölliken wurde in den 70er Jahren nach dem Stand des damaligen Wissens konzipiert. Es fehlte die notwendige Erfahrung. Die Folgekosten wurden unterschätzt. Die SMDK stand in Konkurrenz zu den damals noch üblichen Entsorgungen in völlig ungeeigneten Deponien. Als Anreiz für Industrie, Gewerbe und die öffentliche Hand wurde der Annahmepreis möglichst tief angesetzt. Die damaligen Überlegungen bringen heute den Vorteil, dass nicht eine Vielzahl weiterer Deponien mit Sondermüll belastet sind und saniert werden müssen.

Allerdings genügte der damals verlangte Annahmepreis von CHF 50.- bis CHF 70.--/m3 bei weitem nicht, die heute notwendigen Ausgaben für Sanierungsarbeiten abzudecken. Bei der Schliessung im Jahr 1985 standen als Rückstellungen für die Endabdeckungen knappe 2 Mio. Franken zur Verfügung.

Die seit der Schliessung aufgewendeten Kosten für Betrieb und Unterhalt, Untersuchungen, Planungen und Bauten haben bis Ende 2003 ca. 150 Mio. CHF betragen. Die Kosten für die Gesamtsanierung belaufen sich aufgrund der Planung und des aktuellen Rückbaufortschritts auf rund 706 Mio. CHF (Stand Oktober 2016), wovon rund 184 Mio. CHF durch den VASA-Fonds gedeckt werden.

Die gesamten Kosten für Untersuchungen, Bau, Betrieb und Unterhalt der Sicherungsmassnahmen (Drainage Nord, Abschirmung Süd, SWALBA, Pumpbrunnenreihe) sowie für die Gesamtsanierung werden bis zum Jahr 2020 (35 Jahre nach der Schliessung der Deponie) voraussichtlich rund 860 Mio. CHF betragen. Für den Betrieb und den Unterhalt der Anlagen sowie für das Monitoring des Grundwassers werden jährliche Kosten von weiterhin rund 2 Mio. CHF budgetiert.